Medizin
am Wegesrand
Bärlauch:
Köstlicher und gesunder Genuss
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Fittmacher
am Wegesrand:
Von
April bis Juni sprießt der Bärlauch aus dem Boden –
ein schmackhafter Frühlingsbote.
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Das
Kraut hilft bei vielen Krankheiten und Beschwerden
Tanken
Sie doch gleich zweimal Gesundheit. Beim Wandern können Sie viele Pflanzen
finden, die Sie in Topform bringen. Sie wachsen am Wegesrand, im Wald, auf
Wiesen und Feldern. Oft werden sie als Unkraut abgewertet, dabei haben sie
eine heilende Wirkung.
Für
ihre Gesundheit will ich Ihnen Lust machen, sich draußen in der Natur nach
Wildkräutern umzusehen. Probieren Sie die doch mal aus: als Tinktur,
vielleicht nur als Badezusatz. Oder — und das ist vielleicht das
Reizvollste — als interessanteste, gesunde Zutat auf der Speisekarte.
Dieses
mal will ich Sie mit dem Bärlauch bekannt machen. Ein gesunder und
schmackhafter Frühlingsbote. Er ist in feuchten Laubwäldern und an
bewaldeten Ufern zu finden. Er wächst in den Isarauen oder im Englischen
Garten, bei Andechs und oder rund um Leutstetten.
Die
langstieligen Blätter des Bärlauchs wachsen direkt aus dem Boden (siehe
Bild). In der Sammelzeit von April bis Juni ist er sehr leicht zu sehen.
Aber Vorsicht! Der Bärlauch sieht den Blättern der Maiglöckchen und der
Herbstzeitlosen ähnlich, die hochgiftig sind. Der Unterschied ist
allerdings ein intensiver knoblauchartiger Geruch, der beim Zerreiben noch
stärker wird.
Diese
Pflanze am Wegesrand kann bei vielen Krankheiten und Beschwerden angewendet
werden. Ihre Inhaltsstoffe intensivieren z. B. die Arbeit von Galle und
Leber, wobei chronische Hautleiden eine Besserung erfahren können. Bärlauch
wirkt gegen Arterienverkalkung wie gegen Magen-Darm-Katarrh. Seine frischen,
kleingehackten Blätter beseitigen Verdauungsstörungen und
Appetitlosigkeit.
Eine
Studie der Charitè Berlin fand heraus:
ein
Gramm Bärlauch pro Tag steigert die Blutzirkulation und verbessert die Fließeigenschaften
des Blutes. Ablagerungen in den Blutbahnen werden verhindert. Adenosin, ein
Stoff, der den Blutdruck senkt, ist sogar in 20facher Menge vorhanden, der
Eisenanteil ist ebenfalls unschlagbar hoch. Zudem hat die Pflanze einen
besonders hohen Vitamin C-Gehalt. Täglich ein halber Teelöffel ist gesund
und schmeckt z.B. in Kartoffelsalat oder Suppen, als Gemüse oder Salat. Mit
Weichkäse vermischt, ist er ein ebenso bekömmlicher wie wohlschmeckender
Brotaufstrich.
Barlauch
mit Pfifferlingen
Probieren
Sie doch mal Bärlauchsuppe mit Pfifferlingen.
Zutaten
(4 Personen):
90
g frischer Bärlauch
60
g kalte Butter
300
ml Geflügelkraftfrühe
200
g flüssige Sahne
100
g geschlagene Sahne
Pfeffer,
Salz, Muskatnuss
120
g geputzte Pfifferlinge
2
TL Butter
etwas
getrockneter Bärlauch.
Zubereitung:
Nach dem Waschen und Trocknen die Bärlauchstiele entfernen und die Blätter
mit etwas Brühe im Mixer pürieren. Die restliche Brühe zum Kochen bringen
und abschmecken. Die flüssige Sahne unter ständigem Rühren in die
kochendheiße Brühe einlaufen lassen. Das Bärlauchpüree dazugeben und ein
bis zwei Minuten mitkochen lassen. Die leicht cremige Suppe wird mit der gewürfelten
kalten Butter aufmontiert und die geschlagene Sahne untergehoben. Die
restliche Butter in der Pfanne schmelzen und die Pfifferlinge darin
anbraten.
Nach dem Abschmecken die Pfifferlinge auf einem Teller anrichten und die
Suppe einfüllen. Mit getrockneten Bärlauch garnieren.
Tipp:
Falls Sie keine Pfifferlinge bekommen, können auch Lachswürfel verwendet
werden. Schmeckt etwas anders, aber trotzdem köstlich. Viel Vergnügen beim
Genießen.